Der progressive Mond im Widder: Der Funke neuen Wollens
Mit dem Eintritt des progressiven Mondes in den Widder erwacht nach einer empfänglichen Phase neue Tatkraft. Zweieinhalb Jahre lang drängt das Gefühlsleben nach Initiative, Mut und einem frischen Anfang.
Wenn der progressive Mond aus den verträumten Fischen in den Widder tritt, vollzieht sich ein deutlicher Wechsel des emotionalen Klimas. Der Widder eröffnet den Tierkreis, und sein Element ist der erste Impuls, der Funke, der Drang nach Vorne. Der Mond – Sitz unserer Bedürfnisse – nimmt in diesem Zeichen eine ungewohnt direkte, ungeduldige Färbung an. Gefühle wollen jetzt nicht versteckt, sondern unmittelbar gelebt und ausgedrückt werden.
Viele Menschen erleben diese zweieinhalb Jahre als Aufbruch nach einer Zeit der Auflösung und des Rückzugs. Es wächst der Wunsch, etwas Eigenes zu beginnen, sich abzugrenzen und für die eigenen Bedürfnisse einzustehen. Wo man zuvor zögerte oder sich anpasste, regt sich nun Mut zum Risiko. Dieser Eintritt fällt häufig mit dem Beginn eines neuen progressiven Mondzyklus zusammen oder kündigt ihn an, denn der Widder ist das Zeichen des Neuanfangs schlechthin.
Die Schattenseite liegt in der Ungeduld. Der Widder-Mond kann zu Reizbarkeit, Jähzorn und vorschnellem Handeln neigen; Bedürfnisse werden mitunter so heftig, dass Rücksicht auf andere verloren geht. Die Reifeaufgabe besteht darin, die neue Tatkraft zu nutzen, ohne sie in blinde Impulsivität kippen zu lassen.
Psychologisch gesehen ist dies eine Zeit, in der die Seele lernt, ihren eigenen Willen wieder zu spüren und ihm zu vertrauen. Wer den Mut dieser Phase annimmt und ihn in bewusste Initiative übersetzt, legt den Grundstein für die kommenden Jahre – bis der progressive Mond in den Stier weiterzieht und das Begonnene Beständigkeit gewinnen will.
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