Tiefenpsychologie

Die tiefenpsychologische Astrologie versteht das Horoskop als Abbild der Psyche mit all ihren bewussten und unbewussten Schichten. Ihre Wurzel liegt in der analytischen Psychologie C. G. Jungs – und in der Einsicht, dass wir das Verdrängte erst dann integrieren können, wenn wir ihm einen Namen geben.
C. G. Jung: Archetypen und der Schatten
Der Schweizer Psychiater Carl Gustav Jung (1875–1961) beschäftigte sich zeitlebens mit Astrologie und sah in ihr eine symbolische Sprache für die Strukturen der Seele. Seine Begriffe – Archetyp, Schatten, Anima und Animus, Individuation – wurden zur Brücke zwischen Psychologie und Sternenkunde. Der „Schatten“ etwa, jener Teil von uns, den wir nicht sehen wollen, zeigt sich im Horoskop oft in den spannungsreichen Aspekten: nicht als Makel, sondern als unerlöste Kraft.
Vom Symbol zur Selbsterkenntnis
Greene und Sasportas trugen Jungs Denken in die astrologische Praxis. Das Horoskop wird so zum Werkzeug der Individuation – jenes lebenslangen Prozesses, in dem ein Mensch zu dem wird, was er im Kern schon ist. Mythologische Bilder spielen dabei eine zentrale Rolle: Die Götter und Helden alter Erzählungen sind nichts anderes als Personifikationen psychischer Kräfte, die auch in jedem Geburtsbild wirken.
Bedeutung für Astrolix
Astrolix nutzt die tiefenpsychologische Perspektive überall dort, wo es um die schwierigen, verdrängten oder projizierten Anteile geht – besonders bei Pluto-, Saturn- und Mond-Konstellationen. Ziel ist nie die Diagnose, sondern das Verstehen: Was will dieser Teil von mir, und wie lässt er sich ins Leben holen?
Schlüsselwerke
- C. G. Jung: Die Archetypen und das kollektive Unbewusste
- Liz Greene: The Astrology of Fate
- Liz Greene & Howard Sasportas: The Development of the Personality
✨ Dieser Bereich wächst weiter. Bald findest du hier vertiefende Artikel und den Bezug zu deinem eigenen Horoskop.
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