Merkur zieht in die Zwillinge: Der wache Geist
In seinem eigenen Luftzeichen Zwillinge läuft Merkur zur Hochform auf. Denken, Sprechen und Verbinden werden schnell und beweglich, die Neugier wächst, und Informationen fließen wie selbstverständlich.
Merkur, der Planet des Denkens und der Kommunikation, fühlt sich in den Zwillingen besonders wohl, denn hier herrscht er über sein eigenes Zeichen. Das wandelbare Luftzeichen ist sein natürliches Element: vielseitig, neugierig, ständig in Bewegung zwischen Eindrücken und Ideen. Der Ingress dauert in der Regel zwei bis drei Wochen, kann durch Rückläufigkeit aber deutlich länger andauern.
Kollektiv beschleunigt sich in dieser Phase der geistige Stoffwechsel. Gespräche werden lebhafter, der Austausch von Nachrichten und Meinungen nimmt zu, und es herrscht ein Klima der Wissbegier. Es ist eine fruchtbare Zeit für Lernen, Schreiben, Vernetzen und für alles, was kurze Wege und schnelle Verständigung verlangt. Der Zwillinge-Merkur liebt die Vielfalt und springt mühelos von Thema zu Thema.
Persönlich spüren viele Menschen eine erhöhte mentale Beweglichkeit. Der Kopf ist hellwach, Ideen kommen leichter, und das Bedürfnis, sich mitzuteilen, wächst. Wer beruflich mit Worten, Daten oder Vermittlung arbeitet, erlebt diese Wochen als beflügelnd. Auch das Verlangen nach Abwechslung und neuen Eindrücken steigt deutlich an.
Die Kehrseite liegt in der Zerstreuung. Die Zwillinge-Energie neigt dazu, an der Oberfläche zu bleiben, viele Fäden gleichzeitig aufzunehmen und keinen zu Ende zu führen. Nervosität, Geschwätzigkeit und ein rastloser Geist sind die Schattenseiten dieses Ingress. Psychologisch betrachtet steht der Zwillinge-Merkur für den ewig fragenden, sammelnden Verstand, der die Welt in Begriffe zerlegt. Die Reife dieser Phase besteht darin, der Neugier zu folgen, ohne sich in ihr zu verlieren, und das viele Wissen gelegentlich auch zur Tiefe zu führen, statt nur zur Breite.
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