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Der abnehmende Mond: Loslassen und Ordnen

18. Dezember 2023

Nach dem Vollmond schwindet das Licht von Nacht zu Nacht. Diese absteigende Phase lädt ein, abzuschließen, zu klären und loszulassen – um Raum für Neues zu schaffen.

Sobald der Vollmond seinen Höhepunkt überschritten hat, beginnt das Licht abzunehmen. Über etwa zwei Wochen führt diese Phase zurück in die Dunkelheit des nächsten Neumondes. Im Bild der Natur ist es die Zeit der Ernte und danach des Rückzugs – das, was reif war, wird eingebracht, das Übrige darf vergehen.

Der abnehmende Mond trägt eine andere Qualität als der zunehmende. Statt aufzubauen und hinzuzufügen, geht es nun ums Lösen, Reduzieren und Abschließen. Die alte Erfahrung legt diese Phase für alles nahe, was weniger werden soll: Entrümpeln, Aufräumen, Beenden, Reinigen, das Beseitigen von Überflüssigem. Auch Gewohnheiten, von denen man sich trennen möchte, lassen sich jetzt leichter loslassen, weil die ganze Bewegung des Mondes das Abnehmen unterstützt.

Psychologisch ist dies eine kostbare Zeit der Klärung. Was im Vollmond ans Licht kam, kann nun bewusst verabschiedet werden – ein Groll, eine überholte Verpflichtung, ein Gedankenmuster, das nicht mehr trägt. Das Loslassen fällt nicht jedem leicht, doch der abnehmende Mond bietet gleichsam Rückenwind dafür.

Gegen Ende der Phase, in den letzten Tagen vor dem Neumond, sinkt die Energie oft spürbar ab. Müdigkeit, ein Bedürfnis nach Stille und Rückzug sind dann natürlich und kein Zeichen von Schwäche. Diese dunkle Schwelle ist die Pause zwischen den Atemzügen des Zyklus. Wer sie achtet, statt sich durch sie hindurchzuzwingen, betritt den nächsten Neumond geklärt und aufnahmebereit – mit Raum für das, was als Nächstes entstehen will. So fügt sich das Loslassen in den großen Kreislauf ein, in dem jedes Ende zugleich der stille Anfang von etwas Neuem ist.

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Psychologische Astrologie